Eine intensive Auseinandersetzung fand mit den neuplatonischen Positionen des Mediziners, Philosophen und Mystikers Ibn Sina (latinisiert = Avicenna, 980–1037) statt. Die gegenteilige Meinung legte der berühmte spanischen Arzt und Philosophen Ibn Rushd (latinisiert = Averroës, 1126–1198) dar. Er stand in der rationalistischen Entwicklungslinie des Aristoteles, den er umfassend aktualisierend kommentierte.   Insgesamt ging es um die Übernahme der hellenistischen Philosophien und einer daraus zu entwickelnden Koran-Hermeneutik mit den dazugehörigen Evidenz-Kriterien. Die Philosophie des Averroës beeinflusste darüber hinaus die gesamte mittelalterliche christliche Theologie, besonders die Universität Paris.