Freitag, 24. Februar 2017

Materialien und Literaturhinweise: Theorie und Praxis der Religionen bei Krieg und Frieden (aktualisiert)

Materialübersicht
mit Literaturhinweisen und Downloads


LITERATURAUSWAHL

ACKLIN ZIMMERMANN, Béatrice / ANNEN, Franz (Hg.): Versöhnt durch den Opfertod Christi. Die christliche Sühnopfertheologie auf der Anklagebank. Edition NZN. Zürich: TVZ 2009
(theol 05/09-23515, Rz vorh.)

ARNOLD, Martin: Gütekraft. Gesamtstudie. 2011, 1015 S.
Ein Grundmodell der Wirkungsweise erfolgreicher gewaltfreier Konfliktaustragung nach Hildegard Goss-Mayr, Mohandas K. Gandhi und Bart de Ligt

BECK, Ulrich: Der eigene Gott. Friedensfähigkeit und Gewaltpotential der Religionen. Frankfurt/M.: Verlag der Weltreligionen im Insel-Verlag (Suhrkamp) 2009 (Religionen 01/09-23403, Rz-vorh)

BERNDT, Hagen: Gewaltfreiheit in den Weltreligionen. Vision und Wirklichkeit. Mit einem Vorwort von Theodor Ebert. GTB 722. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 1998 (Frieden 11/98-7402)

BÖHM, Günther u.a.: Religion im Sekundarbereich II. Zugänge – Entfaltungen – Perspektiven. Neubearbeitung. Hannover: Schroedel 1993, 5. Aufl., S. 143-152 = Kapitel 2, Perspektiven: Krieg und Frieden
(intpäd 09/04-13268a)

BRUCKNER, Karl: Sadako will leben. Wien / München: Jugend und Volk 1990,
12. Aufl., 190 S. (Frieden 03/06-18167)

BÜHLER, Willi / BÜHLMANN, Benno / KESSLER, Andreas (Hg.): Sachbuch Religionen. Hinduismus, Buddhismus, Christentum, Islam. Luzern: db-Verlag 2009, 287 S., Abb.
(Religionen 10/09-23679, Rz-vorh)

CEMING, Katharina: Sorge dich nicht um morgen. Die Bergpredigt buddhistisch gelesen. München: Kösel 2009 (Buddhismus / Dialog mit Asien 10/09-23664 – Rz vorh.)

CLÉVENOT, Michel: Im Herzen des Mittelalters. Geschichte des Christentums im XII. und XIII. Jahrhundert. Aus dem Französischen von Kuno Füssel. Luzern: Ed. Exodus 1992, 302 S. (KG II 10/96-5344a)

COLPE, Carsten: Der „Heilige Krieg“. Benennung und Wirklichkeit, Begründung und Widerstreit. Bodenheim: Athenäum / Hain / Hanstein 1994 (Frieden 03/06-18132)

DALAI LAMA
  • Zeiten des Friedens. Hg. Erhard Meier. Freiburg u.a.: Herder Spektrum 4065, 1992, 154 S. (Buddh / Dalai Lama 12/02-11730b)
  • Der Friede beginnt in dir. Zur Überwindung der geistig-moralischen Krise in der heutigen Weltgemeinschaft.
    Bern / München u.a.: Scherz für O.W. Barth 1994, 4. Aufl., 200 S., Glossar
    (Buddh / Dalai Lama 10/94-2792)
  • Freiheit für Tibet. Botschaft für Menschlichkeit und Toleranz. Aus dem Englischen von Elisabeth Liebl. Diederichs Gelbe Reihe.
    Kreuzlingen / München: Hugendubel 2008, 126 S.
    (Buddh / Dalai Lama 10/08-23214)

EASWARAN, Eknath: Gandhi. Den Haag: Sirius en Siderius 1983, 183 S., Abb., Beilagen
(Indien / Gandhi 04/06-19162)
EIßLER, Friedmann (Hg.): Muslimische Einladung zum Dialog. Dokumentation zum Brief der 138 Gelehrten („A Common Word“). EZW-Texte Berlin Nr. 202, 2009 (Zt 04/09-23481)

ENNS, Ferdinand / WEISSE, Wolfram (Hg.):
Gewaltfreiheit und Gewalt in den Religionen.
Politische und theologische Herausforderungen.
Religionen im Dialog, Bd. 9. Münster: Waxmann 2016, 332 S.
 

ERASMUS VON ROTTERDAM: „Süß scheint der Krieg den Unerfahrenen“. Übersetzt, kommentiert und Hg.: Brigitte Hannemann. KT 4. München: Kaiser 1987
(KG III 02/03-11803a)


ESS, Josef van: Dschihad gestern und heute (Julius-Wellhausen-Vorlesung).
Berlin u.a.: De Gruyter 2011

FRIEDLI, Richard: Frieden wagen. Ein Beitrag der Religionen zur Gewaltanalyse und zur Friedensarbeit. Ökumenische Beihefte zur Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie Bd. 14. Freiburg (CH): Universitätsverlag 1981 (Frieden 04/05-13878, Rz vorh)

FÜRST, Alfons (Hg.): Friede auf Erden? Die Weltreligionen zwischen Gewaltverzicht und Gewaltbereitschaft. Freiburg u.a.: Herder 2006 (Frieden 11/06-20050, Rz-vorh)

GANDHI. Der Spielfilm Farbe. Regie: Richard Attenborough. Laufzeit: ca. 3 Stunden. Video / CD: VHS, Uraufführung: 30. November 1982 in Neu Delhi.

GANDHI. Le Livre du Film. Documentation photographique et postface de Richard Attenborough. Paris: Presses de la Cité 1983, 191 S., Abb., Register (Indien / Gandhi 04/06-19163 – Rz vorh)

GENSICHEN, Hans-Werner: Weltreligionen und Weltfriede. Göttingen: V & R 1985
(Frieden 03/06-18086, Rz-vorh)

GIBRAN, Khalil: Euere Seelen sind Feuer. Gedanken und Meditationen. Aus dem Amerikanischen übertragen von Hans Christian Meiser. München: Goldmann TB 9409, 1989 (Erzählungen / Orient 05/90-7579i)

GIRARD, René / Ralf MIGGELBRINK, Ralf: Das Ende der Gewalt. Analyse des Menschheitsverhängnisses. Erkundungen zu Mimesis und Gewalt mit Jean-Michel Oughourlian und Guy Lefort. Vollständige Neuübersetzung aus dem Französischen von Elisabeth Mainberger-Ruh. Freiburg u.a.: Herder 2009
(Religionen 06/09-23541, Rz-vorh)

GOLLWITZER, Helmut
  • Frieden 2000. Fragen nach Sicherheit und Glauben. Kaiser Traktate Nr. 71. München: Kaiser 1982 (theol 02/06-16225)
  • ORTH, Gottfried: Helmut Gollwitzer. Zur Solidarität befreit. Theologische Profile. Mainz: Grünewald 1995 (theol 10/95-3965)
GRAF, Friedrich Wilhelm: Religion und Gewalt. Mord als Gottesdienst.
(FAZ.net 08.08.2014)


HAMSA, Feodora: Is religious terrorism a product of western modernity?
Open Democracy, 23.02.2017


HAUßMANN, Werner / BIENER, Hansjörg / HOCK, Klaus / MOKROSCH, Klaus (Hg.): Handbuch Friedenserziehung. Interreligiös – interkulturell – interkonfessionell. Für Johannes Lähnemann. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2006 (intpäd 10/06-19883, Kurz-Rz-vorh)

IKEDA, Daisaku: Friedensvorschlag 2011.
Frankfurt/M.: SGI-Deutschland 2011, 59 S.

JÖRNS, Klaus-Peter: Notwendige Abschiede. Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2006, 3. Aufl., Glossar, Register
Buchhinweis und Rezension zu: Rolf SCHIEDER: Sind Religionen gefährlich?
Berlin: Univ. Press 2008 (säkular 11/06-19948)

KÄSSMANN, Margot / WECKER, Konstantin: Entrüstet Euch !
Warum der Pazifismus das Gebot der Stunde bleibt. Texte zum Frieden.
Gütersloher Verlagshaus 2015


KELSAY, John / JOHNSON, James Turner (Hg.): Just War and Jihad. Historical and Theoretical Perspectives on War and Peace in Western and Islamic Traditions. London: Greenwood 1991, XVI, 254 S. (christlich-islamischer Dialog / Frieden 03/06-18133)

KERBER, Walter (Hg.): Wie tolerant ist der Islam?
Fragen einer neuen Weltkultur Bd. 6. München: Kindt 1991, 147 S., Glossar 

KIRSTE, Reinhard / KLÖCKER, Michael / SCHWARZENAU, Paul / TWORUSCHKA, Udo (Hg.): Vision 2001. Die größere Ökumene. Interreligiöse Horizonte Bd. 1 (IH 1). Köln: Böhlau 1999 (dialog 08/99-8096)

KIRSTE, Reinhard / SCHWARZENAU, Paul / TWORUSCHKA, Udo (Hg.): Europa im Orient – Der Orient in Europa. Religionen im Gespräch, Bd. 9 (RIG 9): Balve: Zimmermann 2006 (Dialog 09/06-19731)

KLUSSMANN, Jürgen / MURTAZA, Muhammed Sameer / ROHNE, Holger-C. /
WARDAK, Yahya (Hg.): Gewaltfreiheit, Politik und Toleranz im Islam.
Berlin: Springer 2015, 136 S.

  • KÜNG, Hans: Projekt Weltethos. München u.a.: Piper 1990 (Dialog 04/05-13876)
  • KÜNG, Hans / KUSCHEL, Karl-Josef (hg.): Erklärung zum Weltethos. Die Deklaration des Parlaments der Weltreligionen. München u.a.: Piper 1993
    (Dialog  05/05-13922)
  • KÜNG, Hans (Hg.): Ja zum Weltethos. Perspektiven für die Suche nach Orientierung. München u.a.: Piper 1995 (Dialog 10/95-3826)
  • KÜNG, Hans: Wozu Weltethos? Im Gespräch mit Jürgen Hoeren.
    Freiburg u.a.: Herder Spektrum 2002 (mehrere Rz vorh)
  • KÜNG, Hans: Umstrittene Wahrheit. Erinnerungen. München: Piper 2007
    (theol 10/07-22326)

KUNGFUTSE (KONFUZIUS). Gespräche. Aus dem Chinesischen übertragen und herausgegeben von Richard Wilhelm. Diederichs Gelbe Reihe. Kreuzlingen/München: Hugendubel 2008, 218 S. (china 11/08-23288)

KUSCHEL, Karl-Josef: Im Ringen um den WAHREN RING.
Lessings "Nathan der Weise" - eine Herausforderung der Religionen.
Ostfildern 2011

LAOTSE. Tao Te King – LAUDSE: Daudedsching. Leipzig: Reclam TB 477
(China 03/06-18705)

  
LEDERHILGER, Severin J. (Hg.): Gewalt im Namen Gottes. Die Verantwortung der Religionen für Krieg und Frieden.
16. Ökumenische Sommerakademie Kremsmünster 2014.

Reihe
: Linzer Philosophisch-Theologische Beiträge - Band 30.
Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang, 2015. 172 S.  ---
Inhaltsverzeichnis: hier


 LEIBNIZ-JOURNAL Nr. 02 /2014 (Berlin): Schwerpunkt - Frieden und Konflikte

LOTOS-SUTRA. Das große Erleuchtungsbuch des Buddhismus. Vollständige Übersetzung. Nach dem chinesischen Text von Kumarajiva ins Deutsche übersetzt und eingeleitet von Margareta von BORSIG. Mit einem Geleitwort von Heinrich Dumoulin SJ. Stuttgart: Theseus (im Kreuz-Verlag) 2009, 413 S.
mit Inhaltsangabe der 28. Kapitel des Lotos-Sutra – bereits erschienen als Herder spektrum Bd. 5372, 2004, 3. Aufl. (buddh 01/09-21440, vgl. 13786 und 20429)

LOTOS-SUTRA. Das Lotos-Sutra. Übersetzt von Max Deeg. Mit einer Einleitung von Max Deeg und Helwig Schmidt-Glinzer. Darmstadt: WBG 2007 (buddh 05/07-22104)

MAHABHARATA UND RAMAJANA:
Ø  ABT, Otto (neu erzählt): Von Liebe und Macht. DAS MAHABHARATA. Vorwort von Rüdiger Siebert. Bad Honnef: Horlemann 2001 (hindu 04/06-19171)
Ø  ABT, Otto (neu erzählt): Botschaft der Hoffnung und Freude. DAS RAMAYANA. Nachwort von Rüdiger Siebert Bad Honnef: Horlemann 2001 (hindu 04/06-19171)
Ø  BHAGAVADGITA. Das Lied der Gottheit. Aus dem Sanskrit übersetzt von Robert Boxberger. Neu bearbeitet und herausgegeben von Helmuth von Glasenapp. Stuttgart: Reclam TB 7874/75, 1974
(hindu 03/06-18639)

MICKSCH, Jürgen (Hg.): Antiislamischer Rassismus. Konflikt als Chance. Frankfurt/M.: Lembeck 2009 (isl-medien 10/09-23663)

Das NIBELUNGENLIED. Mittelhochdeutsch – Neuhochdeutsch. Hg. und übersetzt von Ursula Schultze.
Düsseldorf u.a.: Patmos  (Artemis & Winkler) 2005 (Mittelalter / Erzählung 10/05-14477b)



NOTH, Albrecht Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum : Beiträge zur Vorgeschichte und Geschichte der Kreuzzüge / von Albrecht Noth. Bonn: Röhrscheid 1966 (Bonner Historische Forschungen  28, zugl. Diss. Uni Bonn 1964)

NOTH, Albrecht: Möglichkeiten und Grenzen islamischer Toleranz. In: Saeculum 29 (1978). S. 190-204

OSADA, Arata (Hg.): Kinder von Hiroshima. Japanische Kinder über den 6. August 1945. Eine Sammlung von Prof. Dr. Arata Osada. Aus dem japanischen von Edith Rau. Frankfurt/M.: Röderberg 1985, 8. Aufl.
(Frieden 03/06-18168)

PARET, Rudi: Sure 2, 256: lā ikrāha fī d-dīni. Toleranz oder Resignation.
Der Islam. Band 45, Heft 2, Seiten 299–323

PARET, Rudi: Toleranz und Intoleranz im Islam, in: Saeculum 21, 1970

PULSFORT, Ernst: Indien am Scheideweg zwischen Säkularismus und Fundamentalismus. Würzburger Forschungen zur Missions- und Religionswissenschaft. Religionswissenschaftliche Studien Bd. 18.
Würzburg: Echter / Altenberge: Oros 1991, 112 S. (Indien 10/94-2808)

RAMADAN, Tariq: Muhammad. Auf den Spuren des Propheten. Aus dem Englischen von Fiona Pappeler und Felicitas Schreiber unter Mitwirkung von Kristiane Backer. München: Diederichs 2009 (Islam 10/09-23693)

RICHTER, Horst-Eberhard: Wer leiden will, muss hassen. Zur Epidemie der Gewalt. Hamburg: Hoffmann und Campe 1993 (Frieden 05/05-13851b)

ROLLAND, Romain: Literaturnobelpreisträger im Dienst des Friedens

RIVERBEND: Bagdad Burning. Ein Tagebuch. Übersetzung: Eva Bonné. 
Reinbek b. Hamburg: rororo TB 62244, 2007, 398 S

SCHERER, Burkhard (Hg.): Die Weltreligionen. Zentrale Themen im Vergleich. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2003 (Dialog 12/03-12614)

SCHULZE, Reinhard: Islamischer Puritanismus und die religiöse Gewalt. In: Im Zeichen der Religion: Gewalt und Friedfertigkeit in Christentum und Islam. Frankfurt/M.: Campus 2008

SOKA GAKKAI INTERNATIONAL DEUTSCHLAND (Studienabteilung, Hg.): Der Schlüssel zum Glück. Prinzipien der buddhistischen Phiolsophie  auf der Grundlage der Lehre Nichiren Daishonins. Frankfurt/M.: SGI-D 2009, 172 S.

STARCK, Christian (Hg.): Kann es heute noch „gerechte Kriege“ geben? Preisschriften des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover Band 5. 
Wallstein Verlag, Göttingen: Wallstein 2008, 163 S. (Textauszug vorh.)

STEINWEG, Reiner (Red.): Der gerechte Krieg: Christentum, Islam, Marxismus. es NF 17. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1980 (Frieden 03/06-18096)

STERNSTEIN; Wolfgang. Gandhi und Jesus. Das Ende des Fundamentalismus. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2009 (Gandhi 01/09-23407, Rz vorh)

TERZANI, Tiziano: Briefe gegen den Krieg. Aus dem Italienischen von Elisabeth Liebl. München: Riemann 2002, 218 S. (Frieden 10/02-11450, Rz-vorh)

TRÖGER, Karl-Wolfgang (Hg.): Nachfolge und Friedensdienst. Die Religionen in ihrem Engagement für die Rettung des Lebens. Fakten Argumente. Berlin: Union 1983 (Frieden 06/06-19095, Rz-vorh)

TRUTWIN, Werner: Weltreligionen – Hinduismus. Arbeitsbücher Sekundarstufe II. Religion – Ethik – Philosophie. München: bsv (Oldenbourg /Patmos) 2011, 144 S., Abb., Glossar (Hindu 10/11-24574, Rz-vorh.)

WEISS, Christian/ WEICHERT, Tom / HUST, Evelin / FISCHER-TINE, Harald (Hg.): Religion – Macht – Gewalt. Religiöser "Fundamentalismus" und Hindu-Moslem-Konflikte in Südasien. Autoren neben Hg.: S. Banerjee, H. Harder, Ch. Jaffrelot, E. Kirleis, G. K.Lieten, Jamal Malik, Ch. Oesterheld, Shalina Randeria. Frankfurt/M.: IKO 1996, 237 S.

ZINSGEM, Vera: Sind die Weltreligionen friedensfähig? Ein Plädoyer für eine gerechte Religion. Stuttgart: Kreuz 2006 (Frieden 10/06-19849)






Donnerstag, 23. Februar 2017

Buddhismus - Religion ohne Gott? (aktualisiert)


Rad der Lehre mit acht Speichen
1. Einführung
Der Buddhismus ist als  Reformbewegung aus dem Hinduismus  entstanden. Sein Stifter, Siddharta Gautama, ist Sohn eines aus der Kriegerkaste stammenden nordindischen Provinz-gouverneurs. Seine Lebensdaten schwanken zwischen 450 und 350 v. Chr. Als junger Mann verlässt er sein königliches Ambiente, um als Wanderasket den Weg der „Hauslosigkeit“ zur Erleuchtung zu gehen. Er wird schließlich zum Buddha. Dies ist ein Ehrentitel, bedeutet „Erwachter“ oder „Erleuchteter“.
Der historische  Buddha wird von den Gläubigen oft Buddha-Shakyamuni ( = Weiser aus dem „Shakya-Geschlecht“genannt.
Das „Erwachen“ (bodhi) des Buddha besteht in einem dreifachen Wissen, das der Buddha zum ersten Mal seinen noch wenigen Jüngern im Tierpark von Benares vorträgt (Grundsätze des Dharma, der Lehre): 

GRUNDSÄTZLICHES

Kernpunkt des Dharma sind die 4 Edlen Wahrheiten als Lebensanalyse:
  • Leiden, das überwunden werden kann und muss,
    und zwar durch die „Wahrheit vom Leiden“.
  • „Die Wahrheit von der Entstehung des Leidens“, 
  • "die Wahrheit von der Überwindung des Leidens“.
  •  Der Weg zur Aufhebung des Leidens führt zum Nirvana ( = wo nichts mehr weht) .
    Dies ist die 4. Edle Wahrheit als achtfacher Pfad:
  1. Die rechte Anschauung über das Leiden
  2. Die rechte Gesinnung, die von Übelwollen frei ist.
  3. Rechtes Reden (vgl. 8. Gebot im Christentum).
  4. Rechtes Handeln, das jede Zerstörung von Leben vermeidet.
  5. Rechte Lebensführung.
  6. Rechter innerer Kampf: Keine unheilvollen Zustände entstehen lassen.
  7. Rechtes Gedenken: Meditation des eigenen körperlichen Ich. 
  8. Rechtes Sich Versenken: Gelöstsein von jeglicher Anhaftung.



1. Zur Geschichte des Buddhismus

Buddhisten – etwa 800 Millionen weltweit - nehmen Zuflucht zu drei Juwelen:
d
em Buddha, dem Dharma, der Sangha (der Gemeinde).
Im heutigen Buddhismus unterscheidet man den Theravada-Buddhismus bzw. Hinayana-Buddhismus, der stark von Mönchen geprägt ist (Theravada = Lehre  der Ordensältesten = kleines Fahrzeug = Hinayana) und den Mahayana-Buddhismus ( = großes Fahrzeug), in dem sich neben dem Mönchsbuddhismus ein starke Laien-Frömmigkeit entwickelt hat.
Der teilweise stark konservative Theravada-Buddhismus wird aufgrund  seiner geografischen Verbreitung auch südlicher Buddhismus genannt. Er herrscht überwiegend auf Sri Lanka, in Burma, Thailand, Kambodscha und Laos vor. Der inzwischen auch im Westen stark verbreitete Mahayana-Budhismus ist in China, Korea, Tibet, Vietnam und Japan vertreten.
Eine besondere Variante des Mahayana ist der tibetische Vajrayana-Buddhismus (Diamantfahrzeug), der viele Elemente der traditionalen Vorgängerreligionen übernommen hat und durch den Dalai Lama und andere im Westen lehrende Lamas viele Sympathien auch in Europa und Amerika gewonnen hat. 
Ein schönes Erzähl-Beispiel zum Verständnis dieser Buddhismus-Richtung, und zwar zu dem berühmten tibetischen Mönch  Milarepa, bietet Eric-Emmanuel Schmitt: Milarepa (Zürich: Amman 2006 u.ö.).
Auch Japan hat besondere Buddhismusformen, einmal den meditativ geprägten Zen-Buddhismus, der aus China einwanderte (Chan-Buddhismus) und auch im Westen populär wurde.
Zum anderen hat der Amida-Buddhismus ein Gnadenverständnis entwickelt, das an protestantische Glaubensformen und die lutherische Rechtfertigungslehre erinnert. 
Schließlich gibt es noch eine ganze Reihe esoterischer Typen, die teilweise Elemente der ursprünglichen Religionen Japans aufgenommen haben.


2.  Buddhistische Feste
  • Parinirvana, das endgültige Verlöschen des Buddha, d.h. sein Ausstieg aus dem irdischen Leben und aus dem Kreislauf der Reinkarnation
Außerdem:


3.  Weiterführendes Material:
Buddhistische Texte und Buchvorstellungen
    Bücher des Dalai Lama XIV.


     Informationen zum Lotus-Sutra


    4.  Buddhistische Zentren


    Donnerstag, 2. Februar 2017

    Das Ramayana – Botschaft vom Sieg des Guten (Nacherzählung)

                   Die 3 Frauen von Dasharata                                                  Affenkönig Hanuman
                  Nacherzählung (englisch), Bombay 1982                                                            Ausgabe Diederichs 1983              

    Buch 1: In Ramas Elternhaus

    Das erste Buch des Ramayana beschäftigt sich mit der Kindheit von Rama und dem König Dasharata von Ayudhya/Ayodhya
    Er wird später der Vater von Rama. 

    Dasharatha heiratet insgesamt drei Frauen:
     Kaushalya (Hauptfrau), Kaikeyi und Sumitra (Nebenfrauen).

    Dem Königreich geht es unter der Herrschaft von Dasharatha sehr gut. Es lebt in Frieden und erblüht in Wohlstand. Allerdings wird dieser Friede durch die Angriffe eines dämonischen Nachbarkönigs gestört. Dasharatha sieht sich gezwungen, gegen ihn in den Krieg zu ziehen. Dasharathas Nebenfrau Kaikeyi mischt sich heimlich unter die Soldaten, da sie ihren geliebten Mann nicht allein lassen will. Während des Gefechts rettet sie dem König Dasharatha das Leben. Dieser verspricht ihr als Dank die Erfüllung zweier Wünsche. Doch Kaikeyi hat zu diesem Zeitpunkt keinen anderen Wunsch als die Gesundheit ihres Mannes. Und so kehren sie glücklich in den Palast zurück.

    Der König aber bleibt lange kinderlos und aus Angst um seine Thronfolge lässt er eine große Opferfeier vorbereiten, um die Götter um Kinder zu bitten.
    Das erbrachte Opfer ist erfolgreich, und die Söhne werden geboren. Rama von Kaushalya, Bharata von Kaikeyi und Lakshmana und Shatrughna von Sumitra.
    Dem König wird von dem höchsten Priester die Bestimmung seiner Söhne mitgeteilt. Denn die Söhne haben unterschiedliche Anteile des Gottes Vishnu. Vishnu hatte sich entschlossen, als Mensch auf die Erde herabzusteigen, um den Dämonen Rahwana, den Urheber alles Bösen zu vernichten. Rahwana hatte einst vom Gott Shiva als Belohnung für eine gute Tat das Versprechen erhalten, niemals von einem Gott oder Dämonen getötet werden zu können. Doch nun gibt er sich ganz dem Bösen hin. Der einzige Ausweg ist, dass Rahwana von einem Sterblichen getötet wird. Die Söhne des Königs Dasharatha werden dazu ausgewählt.
    Bald schon müssen die Söhne des Königs ihre erste Bewährungsprobe bestehen. Der Priester bittet um Hilfe bei dem Kampf gegen zwei fürchterliche Dämonen. Der König willigt zwar ein, macht sich aber große Sorgen um seinen Lieblingssohn Rama. Zusammen mit seinem Bruder Lakshmana geht Rama mit dem Priester mit.
    Die Sorge des Königs um Rama ist völlig unbegründet. Alle Boten, die zurück in den Palast eilen, können nur Gutes über die Heldentaten berichten, die Rama im Kampf vollbringt.        
    Eines Tages erreicht den König die Nachricht über die anstehende Hochzeit Ramas mit Sita. Freudig reist er in das ferne Königreich, um seinen Sohn zu sehen und seine Schwiegertochter kennen zu lernen. Doch nicht nur Rama wird heiraten, auch seine Brüder verlieben sich in die Schwestern von Sita und so wird eine vierfache Hochzeit gefeiert. 
    Buch 2:  Wichtige Ereignisse in Ayudhya (Ayodhya)
    Nachdem Rama und Sita zwölf Jahre verheiratet sind, entscheidet Dasharatha, Rama zum König krönen zu wollen. Kaikeyi, aufgehetzt durch ihre Dienerin Manthara, ist erzürnt über die Vernachlässigung ihres eigenen Sohnes und will nun die zwei Wünsche einlösen, die ihr Dasharatha einst gewährte. Sie verlangt, dass Rama für vierzehn Jahre ins Exil gehe und ihr Sohn Bharata König werde. Die Wünsche zu erfüllen ist für den König Ehrensache, auch wenn ihm die Entscheidung nicht leicht fällt. Rama beugt sich dem Wunsch des Vaters. Sein Bruder Lakshmana und seine Frau Sita begleiten ihn in den Dschungel. Nach Ramas Weggang stirbt der König bald darauf an gebrochenem Herzen.
    Bharata will nicht aufgrund der Intrige seiner Mutter König werden und besucht Rama in seiner Einsiedelei. Lakshmana bittet Rama zurückzukommen und den Thron zu besteigen. Doch Rama will dem Wunsch seines Vaters entsprechen und lehnt ab. Bharata bittet Rama um seine Sandalen, die er vor den Thron stellen werde so lange er für ihn regiere.
    Buch 3: Das Leben im Wald
    Rama, Sita und Lakshmana ziehen nach dem Abschied von ihrem Bruder noch tiefer in den Wald hinein, wo sie in einfachen Hütten leben. Doch ihre Einsamkeit bleibt nicht ungestört, sie bekommen Besuch von der Schwester Rahwanas; auch sie ist ein schrecklicher Dämon und bedroht Rama und seine Gefährten. Doch es gelingt ihnen, den schrecklichen Dämon in die Flucht zu schlagen. Aber die Bedrohung ebbt auch in den nächsten Tagen nicht ab, immer wieder müssen die beiden Brüder gegen Dämonen kämpfen. Es gelingt Rama, alle Dämonen zu töten. Nur die Schwester Rahwanas überlebt. Wutentbrannt kehrt sie zu ihrem Bruder zurück und erzählt ihm von der schönen Sita. Wenn Rahwana sich Sita zueigen machen würde, würde Rahwana so gleichzeitig Rama vernichten können.
    Rahwana geht zu seinem Onkel Maricha und bittet ihn um Hilfe bei der Entführung Sitas. Gemeinsam hecken sie eine List aus. Maricha soll sich in eine Gazelle verwandeln, um so Rama und Lakshmana vom Haus weg zu locken. So geschieht es auch. Als Sita die wunderschöne, anmutige und liebliche Gazelle auf der Wiese vor ihrer Hütte erblickt, bittet sie ihren Mann Rama darum, die Gazelle für sie einzufangen. Rama begibt sich auf die Jagd nach der Gazelle. Doch als Rama nach mehreren Tagen immer noch nicht zurückgekehrt ist, machen sich Sita und Lakshmana Sorgen. Und Lakshmana macht sich auf, um seinen Bruder Rama zu suchen. Sita bleibt allein in der Hütte zurück.
    Als Lakshmana Rama endlich findet, beugt dieser sich gerade über die Gazelle, die er mit einem Pfeil getroffen hatte. Die Gazelle verwandelt sich in den Dämon Maricha. Rama und Lakshmana erkennen mit einem Mal, dass sie reingelegt wurden und eilen zu Sita zurück, doch sie kommen zu spät. Sita ist nicht mehr da. Rama ist am Boden zerstört, doch er verspricht, solange nach seiner geliebten Frau zu suchen, bis er sie gefunden hat. Die Männer packen das Nötigste zusammen und machen sich auf den Weg nach Sri Lanka.
    Buch 4: Bei den Affen
    Bei ihrer Reise nach Sri Lanka durchqueren die Brüder das Affenreich und begegnen dort Hanuman, den größten unten den Affen und Freund des verbannten Sugriva. Sugriva wurde von seinem eigenen Bruder aus dem Königreich verjagt. Rama, Lakshmana, Hanuman und Sugriva schließen bald Freundschaft und beschließen, sich gegenseitig zu helfen. Rama tötet Sugrivas Bruder Vali in einem großen Kampf und hilft Sugriva so, auf den Königsthron zurückzukehren. Im Gegenzug hilft Sugriva Rama bei der Befreiung von Sita, indem er Suchtrupps zusammenstellt. Hanuman und den Männern die mit ihm sind, gelingt es letztendlich,  Sita in Sri Lanka zu finden.
    Buch 5:  Hanuman als Spion
    Das fünfte Buch beschreibt im Detail die Abenteuer Hanumans. Hanuman hat sich einen Gleitdrachen gebaut und ist so auf die Insel Sri Lanka gelangt. Er findet Sita und gibt ihr Ramas Ring als Erkennungszeichen. Er will mit ihr zurückkehren, doch Sita lehnt ab, sie will von keinem andern Mann als dem ihren gerettet werden. Sie verlangt, dass Rama selbst käme.
    Hanuman möchte nicht unverrichteter Dinge zurückkehren und zettelt einen Kampf gegen Rahwanas Truppen an, in welchem er all seine Widersacher tötet. Als Strafe setzt Rahwana Hanumans Schwanz in Brand, doch auch das kann den mutigen Affen nicht stoppen. Er setzt auf seiner Flucht ganz Sri Lanka in Brand und kehrt schließlich in das Affenreich zurück.
    Buch 6: Ramas Auftrag
    Als Rama und Lakshmana Hanumans Bericht hören, machen sie sich sofort auf den Weg nach Sri Lanka. Mit Hilfe der Götter gelingt es ihnen, eine Brücke aus Felsbrocken über das Meer zu bauen, so dass sie mit ihrem gesamten Heer in Sri Lanka ankommen. Ein heftiger Kampf entbrennt, in dem es Rama gelingt, Rahwana zu töten. 
    Die Affen stürmen den Palast und Rama verlangt, dass Sita zu Ihm gebracht werde. Doch als Rama seine wunderschöne Frau sieht, wachsen in ihm Zweifel, ob sie wirklich während der Zeit ihrer Gefangenschaft über treu war.

    Die tieftraurige Sita entzündet nun einen Scheiterhaufen und stellt sich in das Feuer, welches sie jedoch nicht verletzt. Dadurch ist ihre Reinheit bestätigt. Die Götter erscheinen, um die göttliche Natur Ramas und Sitas zu bestätigen. Glücklich kehren Sita, Rama und Lakshmana zusammen mit Hanuman nach Ayudhya/Ayodhya zurück.
                                                                                                                              
                                                                                                            © Jana Hanneger
    Im Rahmen des Seminars: Interreligiöses Lernen mit Heiligen Schriften und Erzählungen
    aus den Weltreligionen  (TU Dortmund, WisSe 2016/2017

    Schaubild: Steffi Reinke, TU Dortmund (bearbeitet, 02.02.17)

                                    
    CC